Da gute Brutmaschinen leider sehr teuer sind habe ich mich darüber informiert wie Brutmaschinen für Hühner funktionieren. Die im Internet erhältlichen Maschinen sind zum einen teuer und zum anderen meist nicht wirklich 100% brauchbar – wenn dort etwas kaputt geht steht man meist blöd da.
Die Lösung für das Problem ist eine eigene Brutmaschine. Vorab ist jedoch zu klären welche Anforderungen eine Brutmaschine erfüllen muss um Hühner auszubrüten. Im Nachfolgenden die Bedingungen als Mindestanforderung aufgeführt. Optional wäre noch ein automatisches wenden der Eier mit Zeitschaltuhr (5 mal täglich). Nicht so einfach lässt sich eine Kommagenaue konstante Temperatur umsetzen (siehe dazu unten). Doch nun zu den allgemeinen Anforderungen:
Anforderungen der Brutmaschine:
- Regelbare Temperatur
- Konstante Temperatur 37-38 °C
- Lichtquelle (vorteilhaft)
- Konstante Luftfeuchtigkeit von mindestens 50%
Ich hab für den Bau der Brutmaschine einen alte viereckige Holzkiste (etwa 40x60cm) verwendet. Unten links wurde eine kleiner Anzeigeraum für die zukünftigen Messgeräte geöffnet. Bereits eingebaut zwei unabhängige Temperaturschalter für die Regelung der Raumtemperatur.
Bevor die Kiste Isoliert wird sollten alle undichten Stellen abgedichtet werden. Der
Anzeigeraum für die Messgeräte wurde mit zwei dünnen Plastikscheiben von außen getrennt. Dadurch geht weniger Wärme verloren. Das Plastikglas habe ich vorsichtig aus einer CD-Hülle geschnitten.
Problematische Wärmequelle
Als beste Wärmequelle haben sich herkömmliche Glühbirnen erwiesen. In der Kiste wurden [image-adsense] jeweils 40W und 60 Watt verbaut. Verbunden wurden diese mit den beiden Temperaturschaltern die vorne zu sehen sind. So kann man zwei unterschiedliche Temperaturbereiche einstellen.
Das erste Konzept war eine einzige 60W Lampe die mit einem Temperaturschalter geregelt wird. Da die Temperaturschalter zu ungenau sind musste diese Idee verworfen werden. Diese Schalten nach erreichter Temperatur erst nach einer Differenz von mindestens 5-9°C wieder ein. Problematisch denn wir
brauchen eine absolut konstante Umgebung, doch dazu später mehr.
Isolierung
Damit die Umgebungstemperatur unabhängig der Außentemperatur gehalten werden kann, muss eine ausreichende Isolierung vorhanden sein. Wie links zu sehen wurde das Dämmmaterial auf die Maße der Kiste zugeschnitten, später dann auch links und rechts sowie
auf unter dem Deckel. Damit der Raum gut ausgeleuchtet ist wurde das Dämmmaterial mit Alufolie umwickelt (was sich auf positiv auf die Isolierung auswirkt).
Mit der Rechts zu sehenden Isolierung ist es möglich (selbst) bei einer Außentemperatur von 9-10°C mit Hilfe der 40 Watt Glühbirne eine Raumtemperatur von bis zu 53°C zu erreichen. Für unsere Zwecke völlig ausreichend. Die zweite 60 Watt Glühbirne ist theoretisch überflüssig.
Lösung für das Problem
Da selbst mit 2 verschiedenen Temperaturschaltern keine konstante Temperatur möglich ist, habe ich mein Konzept ein wenig modifiziert. Da wir mit Hilfe der Temperaturschalter die Umgebung nicht kontrolliert hochregeln können, drehen wir den Spieß einfach um. Das System wird kontrolliert herunter geregelt. Die Temperaturschalter wurden wie folgt grob konfiguriert:
- Schalter 1 (60 Watt Lampe) ist bis maximal 35°C aktiv
- Schalter 2 (40 Watt Lampe) ist bis maximal 41°C aktiv (unter normalen Umständen dauerhaft)
Unabhängig davon wird die Umgebung mit einem geregelten Lüfter kontrolliert. Der Grund für die o.g. Einstellung entspricht folgender Logik:
- Schalter 1: Starker Temperaturabfall (z.B. offene Box oder 40W Glühbirne durchgebrannt) – zum schnellen aufheizen gedacht, oder als Absicherung.
- Schalter 2: Diese Glühbirne wird unter normalen Bedingungen dauerhaft leuchten. Im Falle eines Lüfterausfalls oder zu hoher Außentemperatur schaltet sich diese im Notfall auch ab.
Wie schon oben beschrieben wurde das System um einen Temperaturgeregelten PC-Lüfter erweitert. Hierfür gibt es eine automatische Temperaturregelung die, die Lüfterdrehzahl anhand der Temperatur anpasst, (mit steigender Temperatur erhöht sich automatisch die Drehzahl) zusätzlich noch eine manuelle Anpassung der automatischen Drehzahl mit Hilfe eines zweiten Widerstands (Poti). Damit ist der Lüfter selbstregelnd und garantiert eine nahezu konstante Umgebungstemperatur. Mit Hilfe des dritten Reglers kann man dann nach einem längeren Test die konstante Temperatur nach Wunsch anpassen.
Erste Tests
In den ersten Tests wurden nach 10 Stunden eine konstante Umgebungstemperatur von 38,0 bis 38,2°C (muss noch heruntergeregelt werden) erreicht die an 2 Positionen in der Box gemessen wurde. Nächste Woche werden dann praktische Tests mit Hühnereiern durchgeführt…
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